Freitag, 14. Dezember 2007

London!

Im Sommer war ich zwar in England, aber aus Zeitgründen haben wir einen Bogen um London gemacht. Jetzt wird's aber mal wieder Zeit, wenn auch nur für zwei Tage.

Das Gute an einem festen Einkommen ist ja wirklich: Der eine oder andere Luxus ist drin. Okay, ich habe die Übernachtungen in vom Verfall des Empire geprägten Extrem-Billig-Hostels zu schätzen gewusst, mit neun anderen Personen und diversen Kakerlaken in einem Zimmer zu nächtigen - das hat auch was.

Oder die üblen Übernacht-Bus-Touren, London hin und zurück für 90 D-Mark... Aber jetzt die Stadt meines Herzens mit der Frau meines Lebens zu sehen und in einem ordentlichen HOTEL!!! abzusteigen - werde ich mich auch nicht drüber beschweren.

Was ich derweil verpassen werde: Einen hoffentlich nicht allzu intensiv erzitterten Heimsieg über Paderborn, deren Trainer bekanntlich Holger Fach heißt und damit ein alter Borusse die Fäden in Händen hält. Und wie heißt es so schön?
Einmal Borusse - immer Borusse. Und eine Heimpleite der Ziegen gegen die Lauterer Auswärtsmacht (*hüstel*)

Was ich dafür sehen werde: SHED SEVEN , diese wunderbaren Britpopper, die ihre große Zeit vor zehn Jahren hatten, aber jetzt eine immer länger werdende Reunion-Tour spielen - bisher leider nur auf der Insel. "Shed Seven" hat mein Schnuckie genauso gehört wie ich, bevor wie uns kannten.
Muss man jetzt einfach mal zusammen erleben...

Samstag, 8. Dezember 2007

Killerspiele / Amok

Wow - eben bei YouTube gefunden: Ein hochinteressanter Film, der die schlecht recherchierte und sogar manipulative Berichterstattung öffentlich-rechtlicher Sendungen nachweist, Argument für Argument:


Donnerstag, 29. November 2007

Amerikaner

... am Geldautomat in Köln City.

Er zieht Geld.
Und sie fragt allen Ernstes und mit besorgter Ami-Akzent-Stimme:
"Did you get Euros?"

Montag, 26. November 2007

Ärzte und Beatsteaks

Wat war ich lange nicht mehr auf nem Konzert - drei Monate??
War Zeit, was nachzuholen: Donnerstag Ärzte, KölnArena, Freitag Beatsteaks, Palladium. Ich mag beide Locations nicht, aber beide Bands haben das MAXIMUM rausgeholt.
Für die Beatsteaks sogar den Heimsieg gegen Offenbach (mit dem ehemaligen sechs-Millionen-Mann Marco Reich) verpasst, aber ich hatte mir wirklich keine Sorgen gemacht. Im Taxi auf der Fahrt nach Ehrenfeld vom sonnigen 3:0 gehört - und noch nen Grund zum Feiern gehabt.

Bin bei den Beatbuletten wieder auf den Geschmack gekommen, muss mir mehr Konzertabwechslung gönnen. Guter Vorsatz für 2008! Vielleicht ja trotz gebrechlichen Alters Rock am Ring oder so? Kommerzkacke galore... ist aber manchmal egal!

Sonntag, 18. November 2007

Wie wird man Ultra? INFERNO HARSEWINKEL

Keine Ahnung, ob dieser Bewerbungsratgeber neu ist - ich hab ihn eben erst entdeckt. Das ist doch die Stimme von Philipp Köster von 11 Freunde, oder?

Herrlich!

Donnerstag, 15. November 2007

Hoeneß, du Wurst!

Oliver Kalkofe würde Uli Hoeneß vielleicht Geronten-Zausel nennen, oder Wut-Würstchen. Ich nenne ihn einen aufgeblasenen Schickeria-Schnösel, einen unsympathischen Emporkömmling, einen viel zu oft aus der Rolle fallenden Vollpfosten.

Hoeneß ist ja bekanntlich auf der Bayern-Vollversammlung abgegangen wie ein geöltes Zäpfchen; mit Kritik kann er ja nicht so gut umgehen, der ehemalige "Top-Spieler".

Pöbelt also die eigenen Fans an, weil die nur "sieben Euro" für ein Südkurven-Ticket zahlen, aber trotzdem den besten Fußball sehen wollen. Noch besser: Rotgesichtig prollt er rum, die Fans (vor allem die, die so billig ins Stadion kommen) seien für die miese Stimmung bei Heimspielen (Trauerspiel! Davon kann ich selbst Zeugnis ablegen) verantwortlich.

Dabei ist er selbst doch die treibende Kraft gewesen, den sogenannten "Stimmungsblock" in eine Wand des Schweigens zu verwandeln. Wie nicht nur die nicht ganz unumstrittenen Ultras von der Schickeria zu berichten wissen.

Jetzt also kommen die Bayern-Bonzen mit einem billigen Brief an die Fans um die Ecke:

"Uns gefallen diese Diskussionen derzeit nicht, die ein Bild ergeben sollen, dass zwischen dem FC Bayern und seinen Anhängern ein Bruch sei."
Fragt mal die Schickeria.

"Wir haben gerade in den vergangenen Jahren soviel, mehr als überall anders, für unsere Fans und Anhänger getan."

Verzeihung, aber: lol

"Wir bauen derzeit an der Säbener Straße in München ein Servicecenter zum Wohle unserer Mitglieder und Anhänger. Damit sie zu uns kommen, das direkte Gespräch mit uns suchen und Sie bestens bedient werden können. Der Neubau, für unsere Fans, kostet uns 15 Mio. Euro".
Ich sehe schon den Würstchen-Dealer mit hochrotem Kopf die Fans
beschimpfen, im direkten Gespräch. Oder den Torwart-Zombie, der "das direkte Gespräch" sucht... Oder wollen die Bayern gar Prinz Poldi zum Dialog schicken?

"Wir haben für eine bessere Stimmung Vorschläge für Choreographien, für Musik in den Fanblocks gemacht."

Mit Verlaub: Man kann ja über Scooter als Tormusik geteilter Meinung sein, aber dieses Mutantenstadl-Geschunkel der Bayern ist einfach nur ein Grund zum Fremdschämen! ich kann mir schon vorstellen, was dem Gammelfleisch-Gesicht da so vorschwebt...

"Dass es hin und wieder Kritik gibt und Anregungen, Dinge anders zu machen, ist gut..."
...formulierte die hochbezahlte PR-Abteilung. Dass der Hoeneß mit dieser Kritik umgehen kann, steht freilich auf einem anderen Blatt...

"Das haben wir uns immer angehört und werden dies auch weiterhin mit allem Interesse tun."
Schließlich müssen wirrr ja wissen, wessen Dauerrkarrrten wirrr einziehen müssen, damit Zucht und Orrrdnung herrrrscht!

"Was derzeit im italienischen Fußball passiert ist ein Horror und sollte uns eine Warnung sein."

Nein, wir vermitteln hier kein schiefes Bild! Wenn Bayern-Schläger auf einer Autobahnraststätte auf Nürnberg-Schläger treffen, dann ist das durchaus zu vergleichen mit dem Fall Sandri. Gut, wir vergleichen mal Äpfel mit Birnen, aber MIR SAN MIR! DES PASST SCHO!

Und wenn wir von unseren „Fans“ sprechen, dann sind das die „Kuttenfans“ auf den Stehplätzen genauso wie die Fans in den Businessbereichen und Logen und der Vater mit seinen beiden Kindern auf der Tribüne.
Jedenfalls, so lange sie ihre Meinung für sich behalten, und vor allem: So lange sie keine Plakate aufhängen, die kritisch mit dem eigenen verein umgehen! Wir wollen uns schließlich nicht beim nächsten Rotary-Treffen von Herrn Blatter dum anmachen lassen müssen...

Wir wollen über diese Dinge, die uns derzeit beschäftigen, miteinander sprechen, offen und ehrlich. Unsere Einladung an die Fans wird in diesen Tagen an sie rausgehen. Wir freuen uns auf sie.
Wohlgemerkt: Auf "sie" - nicht auf "Sie". Ich füge mal hinzu:
"Die, die wir meinen, können sowieso nicht lesen."

Und so werden wir auch nächstes Jahr wieder mit Fug und Recht singen können:

UND SCHOB WIEDER KEINE STIMMUNG, FCB!

Ich weiß, ich wiederhole mich, aber:

Gammelfleischdealer
Du Hoeneß!

Donnerstag, 8. November 2007

Contergan - Eine einzige Tablette

Wow - wo kam denn dieser Schwall Bonerwachs-Duft her? Aus dem Fernseher? Ganz ehrlich: Die Ausstattung dieses ersten Teils war nun wirklich superb! Meine frühesten Erinnerungen reichen zwar nur bis in die frühen 70er Jahre - aber was die Requisite angeht, scheint da jemand ganze Arbeit geleistet zu haben.

Contergan-Tablette von Grünenthal

Jetzt wüsste ich trotzdem gerne mal, ob ich den juristischen Hintergrund korrekt verstanden habe.

Also: Es gab 23 gerichtliche Versuche, den Film zu stoppen. Davon wurden 22 erst mal abgewiesen. Eine entgültige Entscheidung steht noch aus, aber trotzdem hörte ich heute, dass der Film, also beide Teile, in Kürze als DVD erscheinen soll - wie kann das sein?

Dann lese ich gestern in der taz, dass nicht nur der Contergan-Hersteller Grünenthal gerichtlich gegen den Film vorgegangen ist (was für eine miese und stümperhafte PR-Abteilung haben die eigentlich!??!), sondern auch der so genannte "Opfer-Anwalt" Jan Schulte-Hillen, im Film als Anwalt Wegener dagestellt; wohl unter anderem, weil man ihm im Film eine Affaire mit einer Mandantin andichten wollte...
Das hat mich ja doch ein bisschen überrascht.

Prinzipiell fand ich den ersten Teil richtig gut. Mit einer Ausnahme, und da gebe ich Heinrich Wefing und seinem FAZ-Artikel recht:

Das Problem ist, dass sich kaum ein Zuschauer die Mühe machen wird, auseinanderzuklamüsern, was wahr ist und was erfunden. Wefing spricht von einer "vertanen Chance". So weit würde ich nicht gehen. Denn das Thema Contergan war ja jahrzehntelang komplett vergessen. Jetzt erinnert sich jeder daran. Die Diskrepanz zwischen "wirklich passiert" und "erdichtet" bleibt problematisch. Und insofern kann ich dann doch wieder verstehen, dass auch der Opfer-Anwalt nicht so glücklich ist mit dem Ergebnis.

Wefing sieht nur Verlierer. Das ist Quatsch. Verlierer der ganzen großen Geschichte um diesen Zweiteiler ist einzig und allein die Firma Grünenthal, die sich so dermaßen verbissen-dämlich angestellt hat, dass ihr Image irreversible Schäden genommen hat. Hmm, und da schließt sich der Kreis zum Contergan irgendwie wieder.

Ob sich die ganze Aufregung für die Contergan-Geschädigten letztlich in barer Münze niederschlägt? Ich könnte wetten: Nein. Sie werden keine zusätzliche Kohle sehen. Also doch "vertane Chance"? Nein. Kein noch so emotionalisierender Film ist heute in der Lage, geltendes Recht zu ändern. meine Meinung.

Dienstag, 6. November 2007

Ultras, Fanprojekt etc pp

Heimspiel gegen Jena, 2:1-Arbeitssieg mit zwei wunderbaren Toren von Oliver Neuville. Ohne Jos Luhukay gehört zu haben, kann ich seine Ausführungen in der Pressekonferenz zitieren: "Es war das erwartete schwere Spiel..."

3 Punkte für den Aufstieg, abhaken, gut ist.

Trotzdem haben mich heute zwei Sachen wirklich angekotzt. Die eine vor, die andere nach dem Spiel. Fangen wir mit dem Fanprojekt Mönchengladbach (Motto: "Alle unter einen Hut") an.
Aus mir vollkommen unerfindlichen Gründen wird Carl Zeiss Jena, ein Verein, der mir in etwa so viel bedeutet wie Kaiserslautern oder Preußen Münster, nämlich rein gar nichts, von einem kleinen Teil des FP protegiert. (Nur am Rande möchte ich erwähnen, dass ich noch letztes Jahr im Nordpark für das Tragen meines Gladbach-Mainz-Fanfreundschafts-Schals angeranzt wurde.) Warum Jena? Fragt mich nicht, interessiert mich auch so wenig wie die angebliche Freundschaft zu Liverpool, die so geheim ist, dass kaum jemand etwas darüber weiß.

Heute lese ich also in der "Nordkurve", einem beidseitig bedruckten Heimspiel-Flugblatt, Folgendes:

"Keine Anti-Jena-Gesänge
In Anbetracht der Tatsache, dass viele Fans von Borussia Mönchengladbach eine Freundschaft zu den Fans vom FC Carl Zeiss Jena haben, möchten wir - als FPMG - daraufhin weisen (sic!), auf jegliche Art von Anti Jena Gesängen beim heutigen Spiel (sic!) zu verzichten und zwar auch wenn ihr diese Meinung nicht teilt..."

Wie käme ich dazu, mit meiner Meinung hinterm Berg zu halten, weil sie dem FP nicht passt? Vor allem: Sollte das Fanprojekt nicht eigentlich gerade selber eine Institution sein, die auch mal der Kontra-Stimme Gehör verschafft? Die Stimme der Fans - möglichst vieler Fans? Aber wer sind denn die zitierten "viele Fans von Mönchengladbach"? Und wie viele sind das?

Ja, prinzipiell bin auch ich ein Vertreter der Kategorie "Supporte dein Team, anstatt den Gegner zu beleidigen, wenn er nicht gerade Köln oder Dortmund heißt." Aber ich werde Jena auch in Zukunft immer dann anpöbeln, wenn mir gerade danach ist. Und ich werde ganz sicher nicht das FP um Erlaubnis bitten.
Kommt mal klar und werdet euch bewusst, wer ihr seid. Und vor allem, wer ihr NICHT seid.

Punkt zwei war allerdings noch haarstreubender, und hier geht es um unsere hervorragenden "Ultras", die UMG, die heute ihren allerletzten Rest Anstand verloren haben - und in meinen Augen ihr komplettes Ansehen. Nach Schlusspfiff spielte sich - vorausgesetzt, ich habe das richtig beobachtet und der Rest wurde mir korrekt erzählt - folgende Farce aka Provinzposse ab:

Die Nordkurve gratuliert der Mannschaft zu Sieg, die Mannschaft kommt, die Kurve - und nicht die Ultras - fordern die Humba, die man nach so einem Schweinesieg ruhig mal feiern darf.
Olli Neuville kommt also angetrabt - und was passiert?
Die Ultras rücken ihr Mikro nicht raus!
Ein selbsternannter Mister Oberwichtig weigert sich, Olli Neuville das Mikro zu geben - wohl, weil nur die UMG selbst bestimmen darf, wann wer die Humba zelebrieren darf und wann nicht.
Der totale Affront - unglaublich. Da musste erst Stadionsprecher Knippi angerannt kommen, um Olli das Stadionmikro zu geben...

Hätte ich was zu sagen, wäre jetzt der Zeitpunkt, diesen lästigen Vögeln, diesen Aushilfssheriffs von Block 16, diesen Lümmeln von der ersten Reihe das Privileg einer eigenen Block-Lautsprecher-Anlage zu streichen.
Dann könnte sich der 16er übrigens auch wieder zu einem Stimmungsblock entfalten, jenseits der Kräherei eines Vorsängers, der konsequent an der Stimmung im Block vorbeisingt.

User Status

Du bist nicht angemeldet.

Aktuelle Beiträge

Mein Gott!
Mein Gott, ich habe 15 Monate nicht gebloggt? Mein...
steckschuss - 8. Mai, 23:02
Michael Palme ist tot
Eben meldet das ZDF den Tod von Michael Palme, einem...
steckschuss - 10. Feb, 19:15
einspruch
kann man mit einem namen oder einer domain wie lena-meyer-landrut...
www.kasse4.de - 9. Feb, 23:14
Okay, das würde tendenziell...
Okay, das würde tendenziell ja auch Sinn machen, dass...
steckschuss - 3. Feb, 19:37
Dass die Domain bereits...
Dass die Domain bereits registriert ist, dürfte damit...
neupau - 3. Feb, 12:14

RSS

Mord mit Aussicht: Waldhaus Amore
Bei einem kleinen Umtrunk anlässlich Bärbels Geburtstags...
Frauen im Dienst der Marine – Die ganze Sendung
Seit 2001 gehören Frauen zur Bundeswehr und damit auch...
WDR Weltweit: Job im Gepäck: Als Postbote nach Marokko
Er wagt ein Experiment: Der deutsche Postbote Dominik...
Zimmer frei!: Zu Gast:Yvonne Willicks
Christine Westermann und Götz Alsmann begrüßen diese...
sport inside: Schlechter Leumund
Bei der FIFA-Präsidentschaftswahl kommenden Freitag...
Nach fremdenfeindlichen Vorfällen in Sachsen: Wir brauchen mehr...
Reden ist Silber, Schweigen ist Gold. Kein Ratschlag...
Untersuchungsausschuss in Köln: Ein halber Ortstermin am Hauptbahnhof
Der Parlamentarische Untersuchungs-Ausschuss, der die...
Fußball / 2. Bundesliga: Nürnbergs Serie hält auch in Düsseldorf
Der 1. FC Nürnberg hat sich nach einer starken kämpferischen...
Kommentar: Fall Schmidt: Was der DFB tun muss
Sie haben sich gründlich danebenbenommen, Leverkusens...
Transfer im Sommer: Schalkes Marco Höger wechselt zum 1. FC Köln
Marco Höger wird den FC Schalke 04 im Sommer verlassen...

Eben am Start

Suche

 

Status

Online seit 7050 Tagen
Zuletzt aktualisiert: 8. Aug, 02:01

Fuppes
Gehört
Gesehen
Ich
Köln
Profil
Abmelden
Weblog abonnieren